Zurück zur Startseite

Ummeldung nach dem Umzug: Fristen und Checkliste

6 Min. LesezeitAktualisiert: 10. Mai 2026

Nach einem Umzug innerhalb Deutschlands bist du gesetzlich verpflichtet, dich beim zuständigen Einwohnermeldeamt umzumelden. Die Frist beträgt in den meisten Bundesländern 14 Tage nach dem Einzug. Wer die Frist verpasst, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 EUR. Hier erfährst du alles, was du zur Ummeldung wissen musst.

Frist: 14 Tage nach dem Einzug

Die 14-Tage-Frist beginnt mit dem Tag des Einzugs in die neue Wohnung — nicht mit dem Umzugstag oder dem Mietbeginn. Wenn du beispielsweise am 1. Juni einziehst, musst du dich bis zum 15. Juni umgemeldet haben.

Wichtig: In einigen Städten sind die Termine beim Bürgeramt stark nachgefragt. Buche deinen Termin deshalb so früh wie möglich — am besten schon vor dem Umzug.

Welche Unterlagen brauchst du?

Für die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt benötigst du folgende Dokumente:

  • Personalausweis oder Reisepass (gültig)
  • Wohnungsgeberbestätigung (Vermieterbescheinigung) — dein Vermieter muss dir diese innerhalb von 14 Tagen nach Einzug ausstellen
  • Meldeschein — bekommst du vor Ort oder online zum Ausdrucken
  • Bei Familien: Geburtsurkunden der Kinder und ggf. Heiratsurkunde
  • Bei ausländischen Staatsbürgern: Aufenthaltstitel

Wohnungsgeberbestätigung — was ist das?

Seit 2015 ist die Wohnungsgeberbestätigung (auch Vermieterbescheinigung genannt) gesetzlich vorgeschrieben. Dein Vermieter muss dir diese Bescheinigung ausstellen. Sie enthält:

  • Name und Anschrift des Vermieters
  • Einzugsdatum
  • Anschrift der neuen Wohnung
  • Namen aller einziehenden Personen

Tipp: Bitte deinen Vermieter frühzeitig um die Wohnungsgeberbestätigung, idealerweise bei der Schlüsselübergabe.

Ummeldung online — geht das?

In immer mehr Städten ist die Ummeldung auch online möglich. Vorreiter sind Städte wie Berlin, Hamburg und München, die eine digitale Ummeldung über ihre Bürgerservice-Portale anbieten. Du brauchst dafür:

  • Einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID)
  • Die AusweisApp2 auf deinem Smartphone oder ein Kartenlesegerät
  • Die Wohnungsgeberbestätigung als Scan oder PDF

Prüfe auf der Website deiner Stadt oder Gemeinde, ob die Online-Ummeldung verfügbar ist.

Was musst du nach der Ummeldung noch erledigen?

Die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt ist nur der erste Schritt. Danach solltest du deine neue Adresse bei folgenden Stellen mitteilen:

  • Bank und Kreditkartenunternehmen
  • Versicherungen (Kranken-, Haftpflicht-, Hausratversicherung)
  • Arbeitgeber
  • Finanzamt (automatisch über die Ummeldung)
  • GEZ / Beitragsservice
  • Kfz-Zulassungsstelle (bei Ortswechsel)
  • Strom-, Gas- und Internetanbieter
  • Zeitschriften-Abos und Online-Shops

Vergiss auch nicht, einen Nachsendeauftrag bei der Post einzurichten, damit keine wichtige Post verloren geht.

Was kostet die Ummeldung?

Die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du gleichzeitig einen neuen Personalausweis beantragst (37 EUR) oder einen Reisepass (70 EUR für Personen ab 24 Jahren).

Bußgeld bei verspäteter Ummeldung

Wer die 14-Tage-Frist überschreitet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld kann bis zu 1.000 EUR betragen. In der Praxis werden bei kurzfristiger Überschreitung oft mildere Strafen verhängt oder eine Verwarnung ausgesprochen — darauf verlassen solltest du dich aber nicht.

Checkliste: Ummeldung nach dem Umzug

Nutze unsere interaktive Checkliste im Umzugsplaner, um alle Aufgaben rund um die Ummeldung und den Umzug im Blick zu behalten. Die Aufgaben werden automatisch mit Fälligkeitsdaten versehen, basierend auf deinem Umzugstermin.

Jetzt Umzug planen

Nutze unseren kostenlosen Umzugsplaner mit Kostenrechner, Inventar und interaktiver Checkliste.